Beschreibung
Der Blitz hatte einen großen Baum im Tal in der Mitte gespalten. Wie ein verbrannter Finger ragte der verkohlte Stumpf in den Himmel. Die dunklen Wolken, nun wieder Spielsteine des Windes, zogen langsam davon.
Da erhob sich eine Gestalt aus der Asche des Baumes, ein älterer Mann, der mit langsamen Bewegungen aufstand und die Ascheflocken von seinem Umhang wischte. Dabei rutschte ihm die Kapuze vom Kopf, und nun war sein Gesicht zu erkennen. Es war das eines Menschen, doch der Blick war unmenschlich stechend…
Ein böser Zauberer, eine unanehmbare Forderung und ein Held, der über sich hinauswachsen muss, damit die drei Bänder aus Eisen die Geschichte zu einem guten Ende führen.
»Vor vielen Jahren schrieb ich ein Märchen. Ein Freund bat um den Text, meine Freundin war die Person, für die ich das Märchen schrieb. Man schreibt nie wieder so schön wie bei der ersten Liebe. Später schreibt man vielleicht Fantasy, aber bis ins hohe Alter Märchen zu schreiben, ist eine Kunst, die mir nicht gegeben ist. Aber dieses Jugendwerk, das hat noch alles, was ein Märchen haben sollte.« Hermann Ritter




